Geschichte der Provinz

Die Kongregation der Schwestern vom Guten Hirten

Die Geschichte

der Provinz Österreich – Schweiz – Tschechien

Organisation der Kongregation

Die Kongregation der Schwestern vom Guten Hirten ist in rund 45 Provinzen aufgeteilt, die aus der geschichtlichen Entwicklung des Ordens entstanden sind und nicht unbedingt mit Sprach- oder Ländergrenzen identisch sind.

Jede Provinz wird von einem Provinzrat unter Vorsitz einer Provinzleiterin geführt, die in der Regel von den Schwestern einer Provinz direkt gewählt wird. 

1994 die Provinz Österreich – Schweiz

Im Jahr 1994 entstand die Provinz Österreich – Schweiz durch den Zusammenschluss der Provinzen Österreich und Schweiz. Diesem Zusammenschluss der Provinzen waren gesellschaftliche und politische Entwicklungen in beiden Ländern vorausgegangen, wie sie in ganz Westeuropa zu beobachten waren:

Einerseits entschieden sich immer weniger junge Frauen für das Ordensleben, andererseits veränderten und verringerten sich durch gesetzliche Neuorientierungen bezüglich der Jugendwohlfahrt ab 1992 die Anzahl der Einweisungen in Heime. In der Schweiz setzte dieser Trend bereits im Jahr 1989 ein: Anstelle von Kinder/Jugendheimen suchte man nun verstärkt nach alternativen Betreuungsmodellen wie zum Beispiel Pflegefamilien etc.

Neue Bedürfnisse der Gesellschaft wurden von Sozialämtern, Jugendämtern an die Schwestern herangetragen – und so eröffneten sich für die Schwestern, entsprechend dem Charisma und Auftrag der Gründerin neue soziale Aktivitäten: z.B. Mutter-Kind Wohnmöglichkeiten; offenere Unterbringung für Jugendliche mit externer Beschulung oder Lehrausbildungen. Tagesstätten für Kleinkinder ab 1 ½ Jahren, da in Österreich die Arbeitsplatzsicherung der Mutter bis zu diesem Alter gesetzlich gesichert wurde.

Das Provinzialat in Vill bei Innsbruck

Das St. Eufrasia-Haus in Ludgerovice (oben links und unten), Domu sv. Eufrasie (oben rechts)

2005 das Land Tschechien wird ergänzt

Von Österreich aus ergaben sich Kontakte der Schwestern zu den Bischöfen in der Tschechischen Republik und informierten sie über ihre Ziele und Projekte. Erzbischof Graubner in Olomouc zeigte Interesse und meinte, dass derartige Hilfe in Ostrava benötigt würde.

Seit 1992 engagierten sich die Schwestern aus unterschiedlichen Provinzen, zunächst im Caritas-Haus für Mutter und Kind in Ostrava, bis 1997 das St. Eufrasia-Haus im nahe gelegenen Ludgerovice eröffnet werden konnte. Im Jahr 2005 wurde die Provinz Österreich – Schweiz offiziell – auf Bitten des Generalrates – um das Land Tschechien ergänzt. Frauen mit ihren Kindern, die sich in einer unlösbaren Lage befinden, wird unter Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden im St. Eufrasia-Haus Schutz und Möglichkeiten zur eigenverantwortlichen Lebensgestaltung für sich und ihre Kinder geboten. Nach der Stabilisierung ihrer Situation wird ihnen bei der Wohnungssuche und bei Bedarf auch durch Nach-Betreuung geholfen.

Nach dem Weggang der Schwestern führen die heutigen Mitarbeiterinnen das Werk im Geiste des Charismas der Kongregation weiter.